27.05.2021

Hallo zusammen,

die Situation im Bereich der Rohstoffe ist sicher als Superzyklus erkennbar, ein Zweifel daran erscheint uns nicht angebracht zu sein.  Jeder Superzyklus bringt zwischendurch ggf. eine Korrektur mit sich, aber bitte schenken Sie nicht nur den Metallentwicklungen im Bereich Aluminium Ihre Aufmerksamkeit, sondern bitte beobachten Sie die Devisen und die Prämien. Insbesondere im Bereich der Prämien erwarten wir bei AL-Flach eine Erhöhung von bis zu 50 Euro/to. und bei AL-Profilen von 150 – 200 Euro / to.  Ebenso bitten wir auch den Blick im Bereich Edelstahl nicht nur auf Nickel zu werfen, sondern neben den Devisen auch auf Chrom und Schrott. Bitte schauen Sie auf die Entwicklung der Logistik- und Energiekosten – wir glauben nicht so recht daran, dass diese Konditionen bald sinken könnten.

Aktuell sind die hohen und weiterhin enorm steigenden Preise aus Handelsvorräten der mangelhaften Verfügbarkeit von Commodities geschuldet. Aber auch Neuproduktionen und Spezialitäten / Zeichnungsprofile und Sonderanfertigungen sind diesem Mangel unterworfen! Freilich kann sich diese Mangelerscheinung auch kurzweilig verändern. Zum Aufbau von Produktionskapazitäten benötigt man nebst Maschinen auch Personal – ich kann nicht erkennen, dass die Personalbeschaffung, insbesondere im Bereich des qualifizierten Fachpersonals in Deutschland einfacher geworden ist, als im letzten Jahr. Um den Output darzustellen benötigt man Rohstoffe – daraus folgt Maschinen + Personal + Rohstoffe + Logistik. Wir hören von Engpässen bei der Lieferung von Maschinenteilen, wir lesen von Engpässen bei der Rohstoffversorgung und die insgesamt benötigte Kapazität im Logistikbereich ist auch an ihre Grenzen gekommen. In der Zwischenzeit laufen Rückstände auf, die Termine werden verschoben, teilweise um bis zu 8 Wochen. Wie lange wird es dauern, bis diese Ungänzen behoben sind? Reicht dafür eine Jahreszeit um die Rückstände auszugleichen? Was kommt danach? Oder dreht die chinesische Regierung vlt alles wieder zurück? Wird die USA das Witschaftsförderprogramm aufkündigen? Wir glauben nicht daran.

Der INVESTOR schreibt zum Thema Superzyklus und den Indizien allgemein:

1. Erhöhte Nachfrage durch steigenden Wohlstand: 

Wiederkehrende Vollbeschäftigung und ein höheres Einkommen nach der Pandemie, vor allem auch für ärmere Haushalte, erhöhen den Konsum und die Nachfrage nach Rohstoffen.  

2. Steigende Inflation

Pandemiebedingte Lieferengpässe und politische Anreize für das Wirtschaftswachstum schaffen eine höhere Nachfrage nach Gütern, die Preise steigen. 

3. Politik goes „green“: 

Um den Anforderungen von Klimafreundlichkeit, Ressourcenschonung und nachhaltigem Wirtschaften gerecht zu werden, sind massive Investitionen nötig – auch dafür werden Rohstoffe verstärkt gebraucht.

4. Zusätzliche Liquidität: 

Die US-Investmentbank Morgan Stanley geht für 2021 von weiteren 2,8 Millionen US-Dollar zusätzlicher Liquidität aus, die von den Notenbanken in die Märkte gepumpt werden. In Kombination mit einem schwachen US-Dollar sollten diese inflationären Tendenzen den Markt beflügeln.

5. Nächster Rohstoff-Gigant Indien: 

Die Industrialisierung und Urbanisierung des Landes schreitet voran und erhöht die globale Rohstoffnachfrage.

Aktuelle Meldung MEPS/28.04.2021:

"Die traditionellen Flüsse des globalen Stahl- und Metallhandels sind in den vergangenen zwölf Monaten stark gestört worden. Die Covid-19-Pandemie reduzierte die Nachfrage und die Produktion in den meisten Weltgegenden. Somit kam es zum Zeitpunkt der Markterholung in der zweiten Jahreshälfte 2020 zu veränderten Warenströmen bei Frachtschiffen und Containern, schreibt das britische Stahlberatungshaus MEPS. Die Kosten für Container eskalierten und verharren bis heute auf einem extrem hohen Niveau. Auch die Massengutfrachtraten sind stark gestiegen. Mehrere Kunden sind dazu übergegangen, den von ihnen benötigten Stahl per Flugzeug zu transportieren, da sich die Knappheit auf dem Markt weiter verschärft hat. Viele Stahlhersteller konzentrieren sich derzeit darauf, ihre lokalen Märkte zu bedienen.

Der Einkauf bei Lieferanten in Übersee ist für viele westliche Kunden aufgrund der hohen Kosten und der steigenden Risiken nicht mehr rentabel. Unternehmen, die in der EU ansässig sind, leiden unter der zusätzlichen Unsicherheit, dass die "Safeguards" der EU über den 30. Juni 2021 hinaus verlängert werden könnten. Vor allem die Exportpreisangebote aus China sind zuletzt deutlich gestiegen. Die Unsicherheit über mögliche Kürzungen des gültigen Mehrwertsteuerrabatts in China ist die Hauptursache für den Preisanstieg, so MEPS.

 
Viele chinesische Stahlhersteller bemühten sich, so viel Material wie möglich zu exportieren, bevor die Steuersätze möglicherweise verändert werden. Dies hat die Frachtkosten zusätzlich in die Höhe getrieben. Die Frachtpreise scheinen sich in letzter Zeit etwas abzukühlen. Es wird jedoch erwartet, dass sie kurzfristig auf einem hohen Niveau bleiben werden.

"Der Rückgang des Handelsvolumens verschärft die globale Angebotsknappheit und verstärkt den Aufwärtstrend der Stahlpreise weltweit", schreibt MEPS. Es bestehe die Möglichkeit, dass das indische Exportvolumen in den kommenden Wochen und Monaten aufgrund der eskalierenden Coronavirus-Situation im Land weiter zurückgeht. Folglich wird der Handel zwischen Ost und West voraussichtlich niedrig bleiben. Da kurzfristig kein signifikanter Nachfragerückgang zu erwarten ist, dürften die globalen Stahlpreise weiter steigen."

Bereits jetzt bemühen sich viele Firmen darum, die Teile, die bislang in China gefertigt werden, nun zukünftig in der EU einzukaufen.

Wir erwarten daraus einen weiteren Anstieg der Nachfrage innerhalb der EU.

Allgemein steigen die Containerpreise weiter. So sind im letzten Monat für Container 10% höhere Preise eingeführt worden, auch im Mai erwarten wir steigende Preise.

Nach wie vor sind die Container knapp.

Wir hören vielfach von Problemen bei der Holzversorgung. Teilweise fallen Lieferungen von Holz über mehre Wochen aus, dadurch können nur begrenzte Anzahl Verpackungen hergestellt werden. Im Zuge der ökologischen Ausrichtung wird Holz nun zunehmend auch am Bau eingesetzt, daraus sind entsprechend zusätzliche Potentiale vorhanden, die den Bedarf auch in diesem Industriebereich steigen lassen können.

 

Wir bitten Sie – wie auch in den letzten Mitteilungen erwähnt – sprechen Sie uns  an!

Legen Sie uns Ihren Bedarf vor, wir schauen gemeinsam, welche Möglichkeiten sich bieten.

 

Freundliche Grüße / Best regards,

Thomas Kaspari

Geschäftsführer / CEO

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